Diese Seite widmet sich der hosts Datei unter Windows mitsamt deren Möglichkeiten. Speziell Spyware, Tracking und Analytics in Spielen wird hier sehr viel Aufmerksamkeit gewidmet und macht neben der Suche auch einen großen Teil der angebotenen hosts aus. Ebenso werden normale Programme und Webseiten aus allen gängigen Bereichen und Sprachen unter die Lupe genommen.

Der Vor,- als auch Nachteil hier: Es wird niemand bevorzugt, wie z.B. mit sogenannter "erlaubter/zumutbarer Werbung" und ähnlichen Scherzen wie es einige bekannte Addons und Adblocker vormachen.

Um einen Einstieg für eigene Nutzung zu vereinfachen, wurden auf dieser Seite diverse Aspekte beleuchtet und die verschiedenen hosts mit Kommentaren und eindeutigen Bezeichnungen versehen, sodass sich hoffentlich Anfänger wie auch erfahrene Nutzer leichter zurechtfinden.


Die hosts Datei ist bestimmt nicht jedem ein Begriff, aber diese Datei kann als Blacklist für unliebsame Dienste verwendet werden, um Adressen und Datenverkehr auf dem eigenen Rechner vom und ins Netz systemweit zu blockieren.

Praktische Beispielanwendungen wären dem Zweck nach das blockieren von Spyware, Cookies, Advertisung, Analytics, Werbung, bösartige Bitcoinscripte, Tracking in Spielen, Programmen, Webseiten oder anderen Dingen auf den eigenen Geräten. Wie Adblocker im Browser auch, nur systemweit. Unabhängig von Firewall oder Anti-Virus Software.

hosts Datei unter Windows bearbeiten

  1. Ein normaler Text Editor zum Bearbeiten der hosts Datei reicht völlig aus.
  2. Die hosts befindet sich im Systemverzeichnis von Windows z.b. "*.*\windows\system32\drivers\etc".
  3. Um die hosts Datei in Windows zu bearbeiten, wird wegen Schreibschutz empfohlen, diese zwecks Änderungen auf den Desktop zu kopieren. Dort kann die Datei mit dem Editor ganz normal geöffnet und auch abgespeichert werden.
  4. Gespeichert wird und muss ohne Datei-Endung. Im Texteditor geht das über "Speichern unter" und dem Punkt "Alle Endungen"
Am besten ist es, wenn eine Verknüpfung in das Systemverzeichnis angelegt wird, sodass sich auf Dauer einige Mausklicks erspart werden können. So ist die hosts Datei für weitere Änderungen immer wieder schnell erreichbar.

Nach Bearbeitung kann die hosts Datei zurück in das "*.*\windows\system32\drivers\etc" Verzeichnis kopiert und die alte Datei überschrieben werden.

hosts Datei im Stammverzeichnis

hosts Verzeichnis

< > hosts Verzeichnis
hosts Datei über Rechtsklick-Menü öffnen

hosts Öffnen mit

< > hosts Öffnen mit
hosts Datei öffnen mit Editor

hosts Editor

< > hosts Editor
hosts Datei als Blacklist

hosts Datei Blacklist

< > hosts Datei Blacklist

Für Pfade innerhalb anderer Betriebssystem bitte dem Eintrag zur hosts (Datei) – Wikipedia (externe Seite) folgen.

hosts Editoren:


Wer lieber mit anderen Programmen arbeiten möchte, wird schnell im Netz fündig. Hier gibt es diverse Software zu finden, welche dem Nutzer in verschiedensten Variationen mitsamt Kompfortfunktionen zur Seite stehen. Es reicht allerdings schon ein normaler Texteditor aus. Windows wie auch andere Systeme bieten oftmals eigene Editoren von Haus an.

hosts Aufbau:


Die hosts Datei Syntax ist relativ übersichtlich gehalten. Pro Zeile ein hostname. Im Beispiel wird 0.0.0.0 verwendet um aufzuzeigen, dass der hosteintrag unerreichbar ist. Alternativ ist 127.0.0.1 als Loopback Traffic Kommunikation innerhalb desselben Hosts verwendbar. 0.0.0.0 ist allerdings ein klein wenig schneller in der Verarbeitung, nimmt weniger Platz ein und ist daher für unsere Zwecke praktischer im Einsatz.

Per "#" Raute können zusätzlich Kommentare hinzugefügt bzw. Zeilen deaktiviert werden.

Kommentare werden sinnvoll bei großen Dateien, eigenen Anmerkungen oder um Hostnamen zu de/aktivieren.

Beispiel mit Kommentaren (Netzwerkverkehr zu eingetragenen hostnamen wird blockiert)
0.0.0.0 livetileedge.dsx.mp.microsoft.com # Zuständig für Kacheln im Windows 10 Startmenü
0.0.0.0 click.email.microsoftemail.com # Linkauswertung in Newslettern
0.0.0.0 sfdataservice.microsoft.com # Erweiterung der Smartscreen Telemetrie
In diesem Codeblock wurde einfach eine eigene Notiz ans Zeilenende angehängt.

Beispiel eines auskommentierten Eintrags (Netzwerkverkehr zu eingetragenen hostnamen wird erlaubt)
#0.0.0.0 livetileedge.dsx.mp.microsoft.com
#0.0.0.0 click.email.microsoftemail.com # Linkauswertung in Newslettern
Wurde gesamte Zeile wie hier auskommentiert, besteht wieder eine aktive Verbindung zur angegebenen Adresse. Falls ein Kommentar hinter dem hostnamen existiert, kommt dieser ohne Probleme so belassen werden.

Ip-Adressen in der hosts
Das Blockieren von Ip-Adressen via hosts ist nicht möglich, da die hosts Datei nur für die Namensauflösung über DNS verwendet wird. Ip-Adressen müssen daher zusätzlich z.b. über eine Firewall blockiert werden.


In den "neueren" Versionen von Windows (7, 8, 10+) beherrscht die hosts auch den Umgang mit dem ip6 Protokoll.

Vorteile der hosts Datei:


Vor allem um Tracking in Spielen vorzubeugen, bietet sich eine hosts Datei an. Auch als Ergänzung zu seinem Ad-blocker ist die hosts Datei bestens geeignet. Als sinnvoller Nebeneffekt kann Spyware, Werbung auf jeder Ebene blockiert werden.

Im Vergleich zu Adblockern ist eine

systemweite Gültigkeit

ein weiterer Vorteil. Einmal erstellte Regeln gelten somit z.b. für Browser, Programme oder installierten Spielen. Wer Listen für die hosts Datei in Verbindung mit DNS Einträgen regelmäßig pflegt z.b. via DNS Resolvern / Pi-Hole etc. ist nicht/kaum mehr auf weitere Fremdaddons angewiesen.

Somit stellt die hosts Datei ein beinahe unverzichtbares Basis-Element der eigenen

Privatsphäre

innerhalb des eigenen Betriebssystems bzw. im Internet dar und sollte auch als Basis verwendet werden.

Nachteile der hosts Datei:


Einträge der hosts Datei können je nach Software leicht ausser Kraft gesetzt werden.

Es reichen hierfür schon maskierte oder hard/codierte Einträge. Microsoft Windows als Beispiel hat hier sogar eigens Ausnahmen hinzugefügt um sich über nutzergenerierte Inhalte einfach hinwegzusetzen. Kennt das ja leider schon zur genüge von mittlerweile jedem größerem Update in Windows 10.

Im Browser würden z.b. Base64 codierte Bilder (oftmals auf Porno,- und Warezseiten zu finden) schon den Rahmen der Möglichkeiten sprengen. Ebenso können jegliche generische Inhalte dazugezählt werden.

Hier haben Adblocker oder Programme für DNS Einträge wieder die Nase vorn.